Energiesparen und Schonung der Ressourcen ist angesagt

Energiesparen und Schonung der Ressourcen ist angesagt
Koordiniertes und effizientes Handeln erforderlich

Dass neben jedem Einzelnen natürlich auch die Ortsgemeinde im Rahmen ihrer Eigenverantwortung und Möglichkeiten Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung ergreift, versteht sich von selbst. Deshalb beschäftigen wir uns auf breiter Verwaltungsebene, aber auch im Gemeinderat mit diesem Thema und sind auch für Hinweise und Ideen jederzeit offen. Allerdings müssen die Maßnahmen neben dem Energiesparen auch im Einklang mit den gesetzlichen Erfordernissen stehen, die z.B. bei Sicherheits- und Notbeleuchtung zur Verkehrssicherung oder Gefahrenabwehr zu beachten sind.
So werden auch wir – entsprechend der gültigen Energiesparverordnung – auf die Anstrahlung unserer Pfarrkirche verzichten. Allerdings sind hier wie auch bei möglichen Einsparungen im Bereich der Straßenbeleuchtung die Schaltzyklen durch die Syna zu prüfen, da Besonderheiten in Bezug auf die Lage und technische Möglichkeiten zu beachten sind. Hierzu gibt es Vorschläge zur Energiereduzierung, die ich diese Woche noch mit dem Kommunalbeauftragten der SYNA besprechen werde. Dazu gehört auch die Umrüstung weiterer Straßenlampen im Ortsbereich auf LED.
Weiterhin gilt es für uns nachweisbar den Gas- als auch Stromverbrauch in unseren Liegenschaften zu senken. Monatliche Zählerablesungen stellen hierfür ein geeignetes Mittel dar.

Auch „Aufklärungsarbeit“ zum bewussteren Umgang beim Energieverbrauch z.B. mit den Nutzern der sportlichen Einrichtungen (Sporthalle, Sportplatz, Sanitärgebäude, Schützenhaus etc.) mit einem hohen Energieverbrauch ist ein wichtiger Bestandteil. Neben einer generellen Temperaturabsenkung werden wir mit den betroffenen Vereinen auch eine effizientere Nutzung z.B. der Sporthalle besprechen. Damit wollen wir eine Sensibilisierung zum bewussten Umgang mit den Ressourcen Strom und Gas, aber auch Wasser, erreichen. Es freut mich, dass hier die Vereine auch schon eigenständig tätig geworden sind.

Allgemeines Ziel ist es, zunächst rund 15% des Energieverbrauchs auf „freiwilliger Basis“ einzusparen. Ziel muss es aber auch sein, dies auf breiter Ebene und in allen Kommunen mit sinnvollen wie effizienten Mitteln zu erreichen. Deshalb sollen diese Maßnahmen in enger Abstimmung mit der Verbandsgemeindeverwaltung und allen 28 Städten und Gemeinden der VG erfolgen. In der nächsten Ortsbürgermeisterdienstversammlung wird dies thematisiert, um eine breite Koordination der möglichen Einsparpotentiale zu erzielen.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Seniorenfahrt 2022 – Bericht

Informativ und gesellig
Gelungener Seniorenausflug nach Mainz

Ein Besuch des Landtags, der Innenstadt von Mainz und der Abschluss im Rheingau sorgten für einen informativen wie geselligen Seniorenausflug. So waren die fast 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst angetan vom gelungenen Umbau des Landtags im Mainzer Deutschhaus, den einige aus einem früheren Besuch doch eher dunkel und ehrwürdig in Erinnerung hatten. In der äußerlichen Substanz zwar erhalten, im Inneren jedoch in heller Struktur und vor allem mit modernster Technik ausgestattet, präsentierte sich das Parlamentsgebäude im Rahmen einer Führung sehr gelungen. Im Mittelpunkt stand natürlich die Besichtigung des Plenarsaales, den die Nieverner Senioren dank der Parlamentsferien für sich „in Beschlag“ nehmen durften. Landtagsvizepräsident Matthias Lammert, auf dessen Einladung der Besuch der Nieverner Gruppe zustande kam, berichtete über die parlamentarischen Abläufe während der Sitzungswochen, aber auch über seine Aufgaben, die er in seiner neuen Funktion zu erfüllen hat. Er nahm sich nicht nur die Zeit, die Fragen aus der Gruppe ausführlich zu beantworten, sondern nahm anschließend auch am gemeinsamen Mittagessen im ebenfalls neuen Landtagsrestaurant teil.

Nieverns ehemaliger Diakon Bernhard Müller, der jetzt in Mainz lebt, übernahm als Überraschungsgast anschließend gemeinsam mit seiner Frau Monika die Aufgabe, einen Teil der Gruppe durch die Mainzer Innenstadt, den Dom und die Pfarrkirche St. Augustin am Priesterseminar zu führen, in der spontan ein „Großer Gott wir loben dich“ intoniert wurde. Andere nutzten die Zeit für einen Bummel durch die belebten Mainzer Gassen, kauften etwas ein oder genossen das schöne Wetter in einem Cafe. Am frühen Nachmittag trafen sich alle an zentraler Stelle, um mit dem Bus der Firma Modigell&Scherer in Richtung Rheingau nach Eltville-Hattersheim zu fahren, wo uns im herrlich gelegenen Weingut von Karl Johann Molitor zum Abschluss eine bestens vorbereitete Weinprobe erwartete. Bei Vesperteller, Hausmacher-Platte, Schinkenbrot oder Spunde-Käs, dazu die hervorragend ausgebauten Weine: Was will man mehr, um in fröhlicher Runde die Ereignisse eines gelungenen Ausflugs Revue passieren zu lassen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schienen rundum zufrieden als man nach der Rückfahrt über die Bäderstraße am Parkplatz an der Lahn wieder in die Nieverner Sommernacht entlassen wurde.

Herzlichst
Euer

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweise: Ortsgemeinde

„Am Baddelmarkt hat es gefunkt“

„Am Baddelmarkt hat es gefunkt“
Gabi und Hans Jürgen Ningel feiern Goldene Hochzeit

Sie stammt aus Obernhof und er ist ein Attenhäuser. Über den Umweg Bad Ems haben beide seit mehr als 30 Jahren ihre Heimat in Nievern gefunden. Jetzt feiern Gabi und Hans Jürgen Ningel ihre Goldene Hochzeit, die sie am 08.09.1972 im Standesamt der Stadt Nassau und einen Tag später in der Obernhofer Kirche geschlossen haben.

Kennen gelernt haben sich beide 1969 am legendären Stand des MGV Arndt Germania Bad Ems, der jahrzehntelang Ecke Oranienweg/Victoria Allee Treffpunkt für „Gott und die Welt“ beim Bad Emser Bartholomäusmarkt war. In Begleitung ihrer Schwester Ute hatte Gabi Hans Jürgen sofort im Blick und man verabredete sich für den Baddelmarkt-Montag aufs Neue. Nach 3-jähriger „Verabredungsphase“ war dann klar, dass man den gemeinsamen Weg auf Dauer beschreiten wollte. Während Gabi bis zur Geburt von Sohn Thomas als Friseurin bei Friseur Hoffarth in Bad Ems arbeitete, war der gelernte Elektriker Hans Jürgen nach der Ausbildung fast 10 Jahre bei Elektro Herrmann tätig, ehe es ihn bei der Philipp Holzmann AG auf Großbaustellen in ganz Deutschland verschlug. Ein schwerer Arbeitsunfall als Kranführer stellte das Leben von heute auf morgen auf den Kopf. Dennoch gelang es beiden, dem Schicksal Paroli zu bieten und gemeinsam den veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen zu begegnen, wozu auch der Hausbau in Nievern gehörte. Dort fühlen sie sich – wie sie sagen – „pudelwohl“, was gerade an der guten Nachbarschaft liegt, mit denen man gerne feiert und die sich auch gegenseitig unterstützt. Die Geselligkeit ist für beide überhaupt ein Lebenselixier, die sie gerne auch bei einem Glas trockenen Wein genießen, ob zu Hause, bei einem Kurztrip in Uwe Haxels Weinstube nach Obernhof oder im Urlaub in Südtirol. Zum Genuss gehört auch gutes Essen, zu dem Gabi mit ihren Kochkünsten immer wieder beiträgt und natürlich „ihr“ Garten, den sie hegt und pflegt und mit dem sie gerade etwas mitleidet. Genuss bedeutet für beide auch die Musik. Während Gabi bei Semino Rossi dahin schmilzt, ist Hans Jürgen bei Freddy Mercuri mit Queen oder Peter Hoffmanns Interpretation des Phantoms der Oper „hin und weg“. Das mag auch daran liegen, dass er selbst begeisterter Tenor beim Männergesangverein „Glück Auf“ in Bad Ems oder später in der Chorgemeinschaft Nievern/Fachbach war.

Genießen ist natürlich auch aus Anlass ihrer Goldenen Hochzeit angesagt, wobei sie den Ehrentag später in kleiner Runde feiern wollen, getreu ihrem Lebensmotto: „Wein und Freunde, je älter, desto besser“.

Im Namen der Ortsgemeinde gratuliere ich Gabi und Hans Jürgen Ningel ganz herzlich zu ihrem Ehejubiläum und wünsche Ihnen – neben Glück und Gesundheit –noch viele Jahre zum gemeinsamen Genießen.

Herzlichst
Euer

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweis: Ortsgemeinde

Nieverner Blumenkorsowagen „Spiel mal wieder“

Nieverner Blumenkorsowagen „Spiel mal wieder
Dank an Blumenstecker*innen

Mehr als 40 kleine und große „Heckeböck“, Freunde, Verwandte, aber auch Helferinnen aus anderen Gemeinden, sorgten letzten Samstag bereits ab den frühen Morgenstunden dafür, dass die rund 118 Quadratmeter Steckfläche unseres „Rohlings“ mit rund 85 000 Dahlienblüten in einen wunderschönen Korsowagen verwandelt wurden. Zumal die Umsetzung der Idee und der vielen Details des Korsowagens „Spiel mal wieder“ in die Blütenpracht manche „Körperakrobatik“ erforderten. Einige waren das erste Mal dabei und waren begeistert von der Atmosphäre auf dem Gelände des Bartholomäusmarktvereins, aber auch beeindruckt von der wochenlangen Arbeit und der Leistung, die hinter und in einem Wagenbau steckt. Auch die Kinder waren mit Spaß dabei, denen ich ganz besonders für ihre Ausdauer danken möchte. Spontan halfen einige sogar bei anderen Wagen mit, bei denen Blumenstecker fehlten. Ortsring und Heimat- und Verkehrsverein stifteten ein gutes Frühstück, die Ortsgemeinde die Getränke und die obligatorische Erbsensuppe des BMV tat ihr Übriges, dass die muntere Truppe auch ausreichend versorgt war. Schon am frühen Nachmittag betrachtete man zufrieden das gelungene Werk unseres diesjährigen Korsowagens, der auch beim Umzug am Sonntag die vielen Besucher begeisterte. Hier sage ich danke an alle, die als Fußtruppe und Ordner den Nieverner Korsowagen begleitet haben. Vor allem aber dem ganzen Organisationsteam um Peter Zöller, das in wochenlanger Vorbereitung dafür gesorgt hat, unsere Gemeinde wieder einmal in einem solch positiven Bild darzustellen.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bad Emser Marktkönigin: Ein Nieverner Mädchen

Bad Emser Marktkönigin: Ein Nieverner Mädchen
Glückwünsche an Nadine Wilbert

Auch wenn sie schon seit frühester Jugend aktives Mitglied der Bad Emser Feuerwehr und des Musikvereins Rote Husaren ist und in ihrer Vorstellung gerne zugibt, die meiste Freizeit in Bad Ems zu verbringen, ist sie ein Nieverner Urgewächs. Dort wohnt sie „auch noch“ in der Emser Straße. Am vergangenen Donnerstag ging endlich für Nadine Wilbert ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. In feierlichem Rahmen erhielt sie – gemeinsam mit ihren Paginnen Daniela und Nicola – im Saal des Gasthauses „Alt Ems“ die Insignien der neuen Marktkönigin von ihrer Vorgängerin Svenja Clos überreicht.

Mit einem kleinen Geschenk, verbunden mit ganz vielen Wünschen für den da noch bevorstehenden Bartholomäusmarkt sowie ihre Amtszeit gratulierte ich Nadine und ihren Paginnen ganz herzlich im Namen der Ortsgemeinde.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Spannende Einblicke in die Heimatgeschichte der Gemeinde Nievern

Spannende Einblicke in die Heimatgeschichte der Gemeinde Nievern

Nieverner Geschichte festhalten, daran erinnern und die Bürger darauf neugierig machen. Mit diesen Eckpunkten haben die beiden Brüder Helmut und Werner Birkelbach über Jahrzehnte, u.a. mit ihrem Heimatarchiv, „Dorfgeschichte“ lebendig gemacht und an die Bürger weitergegeben. Heimatfotograf Jürgen Jachtenfuchs ist ebenfalls in diesem, sicherlich sehr interessanten Bereich der Gemeinde Nievern schon seit Jahrzehnten tätig und möchte sich mit der „Interessengemeinschaft Heimatgeschichte Nievern“ nach dem Ableben der Gebrüder nun um die Geschichte der Gemeinde Nievern kümmern. Ein Blick in die Zeitgeschichte verrät, dass im Jahre 2022 wieder viele „runde und halbrunde Geburtstage“ von chronistisch interessanten Daten zu verzeichnen sind. So ist aus den Aufzeichnungen zu erfahren, dass aus dem Jahre 1892 (vor 130 Jahren) die ältesten bekannten Fotografien von Nievern stammen. Die Fotos sind im Nieverner Heimatbuch enthalten. Die Bilder zeigen die alte Schule, die Fähre und das Haus Ahrweiler. Vor 90 Jahren, im Jahre 1932, konnten die Nievern die Grundsteinlegung der Kirchenerweiterung feiern. Im kommenden Jahr wird diese Kirchenerweiterung 90 Jahre alt. Vor 105 Jahren (1917) mussten die Glocken der Nieverner Kirchen im ersten Weltkrieg „fürs Vaterland geopfert werden“. 190 Jahre ist es her, dass der Friedhof im „Oberdorf“ angelegt wurde. Ein in diesem Jahr restauriertes Friedhofskreuz zeugt von diesem Ereignis. Das hier auch bei späteren Erweiterungen der Friedhofsanlage, bis heute ein nicht entschlüsselter Tunnel oberhalb des Friedhofes entdeckt wurde, wissen die wenigsten Bürger. Ebenfalls vor 190 Jahren wurde in der Schulstraße ein Schulgebäude errichtet, dem heutigen Sitz des Gemeindebüros und des Heimatarchivs. Vor 95 Jahren (8.7.1927) erlebten die Bürger den „ersten Spatenstich“ für die erstmalige Errichtung einer Brücke zwischen Nievern und Fachbach.

Wenn man bedenkt, dass die Einweihung dieser Brücke am 17./18. Nov. 1928, also nach nur etwa 16 Monaten Bauzeit gefeierte werden konnte, kann man aus heutiger Sicht sicherlich sehr neidisch werden, wie schnell damals ein Bauwerk vollendet werden konnte. Auch ein derzeit sehr aktuelles Thema „Energie“: Vor 115 Jahren, am 9.6.1907, begann Nikolaus Köhler damit, die Gemeinde Nievern mit Strom zu versorgen. Stolze 160 Jahre „treffen sich die Mitglieder“ des Kirchenchors „Cäcilia“ zu ihren Proben, da der damalige Pfarrer Weiß, diesen Chor im Jahre 1862 gegründet hatte. Während der (1926 wieder gegründete) Kirchenchor heute noch zu verschiedenen Gottesdiensten die Kirchenbesucher erfreut, gibt es den Männergesangverein „Cäcilia“, der aus diesem Kirchenchor entstand, leider nicht mehr. Nicht ganz so alt, aber immerhin schon 135 Jahre gibt es im Jahre 2022 die Freiwillige Feuerwehr Nievern, die für die Sicherheit im Ort sorgt und kürzlich die Einweihung ihres neuen Gerätehauses feiern konnte. Da ist der „runde Geburtstag“ der Mittelstraße im „Oberdorf“ nur eine „kleine Zahl“, die man zur Kenntnis nimmt. Der Baubeginn der Mittelstraße jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Auch sicherlich ein Grund zum Feiern.

Dies war ein kleiner Einblick in verschiedene Geschichtsdaten der Gemeinde Nievern, die Jürgen Jachtenfuchs als Heimatfotograf in seinem 40jährigen Jubiläumsjahr zusammengestellt hat. Weitere interessante Geschichtsdaten werden im Laufe des Jahres noch folgen. Dann wird es mehr um das Nieverner Geschäftsleben und Baumaßnahmen in der Gemeinde Nievern gehen.

Text zum Foto Nr. 29 Grundsteinlegung:
Grundsteinlegung zur Erweiterung der Pfarrkirche „St. Katharina“ Nievern am 14. Aug. 1932.
Text und Repros: Jürgen Jachtenfuchs
Text zum Foto 632 Brückeneinweihung:
Die Brücke zwischen Nievern und Fachbach. Spatenstich am 8.7.1927 (vor 95 Jahren). Das Foto zeigt die fertige Brücke, die nach nur 16monatigen Bauzeit am 17./18. Nov. 1928 eröffnet wurde.

Text und Repros: Jürgen Jachtenfuchs