Einsammeln der alten Weihnachtsbäume

Einsammeln der alten Weihnachtsbäume

Mitglieder des  Heimat- und Verkehrsvereins sammeln am

Samstag, dem 14. Januar 2022 ab 9.00 Uhr

die alten Weihnachtsbäume wieder ein.

Die Bäume sollten frei von Weihnachtsschmuck am eigenen Grundstück/auf dem Bürgersteig abgelegt werden, wo sie gegen eine kleine Spende mitgenommen werden.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

„Der nächste Winter kommt bestimmt“…..

„Der nächste Winter kommt bestimmt“…..

Auch wenn es aktuell nicht nach einem plötzlichen Wintereinbruch aussieht, möchte ich der an mich herangetragenen Bitte nachkommen, noch einmal an die Räum- und Streupflichten aller Grundstückseigentümer nach der Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen in der Gemeinde Nievern vom 08.02.1974 in der Fassung vom 05.12.2001zu erinnern. Demnach sind bei starkem Schneefall grundsätzlich die Gehwege und die halbe Straßenbreite frei zu räumen sowie der Schnee (wenn möglich) auf dem eigenen Grundstück abzulagern.  Dies gilt für alle Grundstückseigentümer während der allgemeinen Verkehrszeiten zwischen 07.00 und 22.00 Uhr. Natürlich kann die Reinigungspflicht auf einen Dritten (z.B. Mieter) übertragen werden. Bei Bedarf kann die ausführliche Satzung zur Verfügung gestellt oder über die Homepage der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau (unter der Rubrik der Gemeinde Nievern) abgerufen werden.

Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe sollte man sich gegenseitig unterstützen, insbesondere dann, wenn ältere, allein stehende Mitbürger nicht in der Lage sind, der Räumpflicht nachzukommen und andere Helfer (z.B. Familienangehörige) nicht zur Verfügung stehen.

Auch für die Gemeinde besteht diese „Streu- und Räumpflicht“ grundsätzlich nur vor „den eigenen“ Grundstücken, so z.B. im Bereich des Friedhofes, beim Aufgang zur Brücke, vor der Alten Schule oder der Sporthalle. Allerdings wird unser Gemeindemitarbeiter mit Hilfe des Gemeindetraktors, in Fällen eines größeren Wintereinbruchs sogar mit Unterstützung des Kollegen aus Fachbach unterstützend dort tätig, wo die Schneeräumung schwierig oder wegen bestehender Verkehrsgefährdungen besonders wichtig ist (z.B. im Bereich von Steilstrecken oder Straßenausfahrten).

Auch wenn wir dies weiterhin gewährleisten wollen, handelt es sich hier um eine freiwillige Leistung der Gemeinde, auf die kein Rechtsanspruch besteht und vor allem nicht an den individuellen zeitlichen Wünschen Einzelner ausgerichtet werden kann.

Im gegenseitigen Miteinander sollte auch das Problem der Streu- und Räumpflicht, wenn der Winter doch noch einmal wieder kommen wird, sicher zu lösen sein.

Dafür meinen herzlichen Dank

Lutz Zaun

Ortsbürgermeister

Zum 28. mal Nieverner Adventssingen

Nieverner Adventssingen zum 28. Mal
Chöre und Solisten begeistern Zuhörer

Das lange Warten hatte endlich ein Ende. Nach zwei Jahren Corona bedingter Abstinenz erfreuten die Chöre aus Nievern und Miellen sowie Gesang- und Instrumentalsolisten, eingebunden in besinnliche Textbeiträge für ein besonderes Erlebnis in der Pfarrkirche St. Katharina. Auch wenn der plötzliche Wintereinbruch und das gleichzeitig stattfindende Endspiel der Fußball-WM manch einen vom Konzertbesuch abgehalten haben dürfte: Sie alle haben etwas verpasst.

Schon die Einstimmung mit „Oh Heiland reiß die Himmel auf“ mit Ursula Herrmann an der Orgel und ihrem Mann Clemens an der Trompete setzte die richtigen Akzente, die als erster Chor der Kolpingsingkreis unter Leitung von Ursula Herrmann mit „Guten Abend, schönen Abend, es weihnachtet schon“ sowie „Wieder naht der heilige Stern“ aufzunehmen wusste.  Gerd Gilles, der Organisator aller bisher stattgefunden Konzerte, hatte in seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen, dass die Zuhörer auch in der 28. Auflage besonderes erwarten dürften. Dazu gehörte sicher auch Gastsänger Toni, der Leonhard Cohens „Halleluja“ gleich dreisprachig auf deutsch, englisch und kroatisch intonierte und ihm ein heimelndes „Ave Maria“ folgen ließ. Das unter der musikalischen Leitung von Wassily Kotikov stehende Ensemble „Septime“ wusste mit „Gloria in Excelsis“ und „Jerusalem“ zu begeistern. Ursula Herrmanns „Weihnachtspotpourri“ mit dem Akkordeon, diesmal ohne ihren kongenialen, aber leider erkrankten musikalischen Partner Lilian Jakob auf der Geige, spornte viele Zuhörer zum Mitsingen und/oder –summen an und tauchte den Kirchenraum vollends in eine vorweihnachtliche Atmosphäre. Der Nieverner Kirchenchor Cäcilia stand diesmal – in Vertretung seiner erkrankten Ehefrau Irina – ebenfalls unter Leitung von Wassily Kotikov, was dem Chor bei „In das Warten dieser Welt“ und „Hoch die Wellen“ selbstverständlich nicht anzumerken war. Ursula und Clemens Herrmann sorgten mit Orgel und Trompete und „Transeamus“ für den fulminanten Einstieg in den Schlussteil des Konzerts, den die rund 40 Sängerinnen und Sänger von Musica Miellahno aus Miellen unter Leitung von Wassily Kotikov mit dem wohl berühmtesten und 400 Jahre alten Adventskirchenlied „Macht hoch die Tür“ fortsetzten. Wesentlich jünger, aber nicht minder eindringlich, klang John Rutters „Weihnachts Wiegenlied (Christmas Lullaby)“, das der stimmgewaltige Chor sich für das Adventssingen ausgesucht hatte. Für Händels „Tochter Zion“ gesellte sich noch der Kirchenchor Cäcilia dazu, um zum Abschluss des Programms allen Zuhörerinnen und Zuhörern ein fröhlich bewegtes „Wir wünschen euch frohe Weihnacht und ein glücklich Neujahr“ auf den Weg nach draußen mitzugeben, wo Mitglieder des Fischereivereins Anglerfreunde Nievern mit Glühwein, alkoholfreiem Punch und Salzgebäck aufwarteten. Das war auch nötig, hatten sich Mitwirkende und Besucher des 28. Nieverner Adventssingens – trotz eisiger Kälte – einiges zu der gelungenen Veranstaltung zu erzählen. Das zeigte auch der Reinerlös aus den Spenden in Höhe von rund 700,00 €, die in diesem Jahr an das Kolpingwerk International für die Unterstützung der „Ukraine Winterhilfe“ gehen.

Den Spenderinnen und Spendern, vor allem aber den Mitwirkenden und Organisatoren, die zum Gelingen des 28. Nieverner Adventssingens beigetragen haben, gilt unser Dank.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweis: Verbandsgemeindewerke

Kanalsanierungsarbeiten

Fortsetzung von innerörtlichen Kanalsanierungsarbeiten

Die Firma Kanaltechnik DF ING GmbH aus Karlstein am Main führt im Auftrag der Verbandsgemeindewerke von Januar bis Ende März 2023 in unserer Gemeinde erneut Sanierungsarbeiten am Abwasserkanalnetz durch.

Die Arbeiten werden als so genannte Wanderbaustelle an folgenden Straßenabschnitten durchgeführt:

  • Lahnstraße 12 bis zum Kreuzungsbereich „Hauptstraße“-„Brückenstraße“
  • Neustraße (Höhe Nr. 9)
  • Kirchstraße (Höhe Nr. 12 bis 14)
  • Gartenstraße (Höhe Nr. 4 bis 6 und Nr. 26 bis Kreuzungsbereich Bergstraße)
  • Bergstraße (Kreuzungsbereich Früchter Straße bis Hausnr. 24)
  • Sonnenweg (komplette Straße)
  • Emser Straße (Höhe 3 bis 5)
  • Hauptstraße (Kreuzungsbereich Schulstraße bzw. Bahnhofsstraße)

Hierzu sind teilweise Straßensperrungen erforderlich, auf die mit entsprechender Beschilderung aufmerksam gemacht wird. Die Firma ist gehalten nur dann Hinweisschilder aufzustellen, wenn die Arbeiten in den nachstehenden Bereichen unmittelbar danach durchgeführt werden. Dies hatte im vergangenen Jahr zu berechtigten Beschwerden von Anliegern geführt.

Ich bitte um Beachtung und danke für das Verständnis im Rahmen möglicher Behinderungen im Straßenverkehr.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Spendenübergabe – Urkainehilfe

Spendenübergabe

„Es gibt auf der ganzen Welt kein Band so stark wie das Band des Herzens“. Dieses Zitat ihres Gründers war und ist u.a. Anlass für das Adolph-Kolping-Werk International, aber auch für die Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen, sich für die Menschen in der Ukraine zu engagieren. Zum einen, um ihnen nach ihrer Flucht aus ihrer Heimat hier bei uns zu helfen. Zum anderen aber auch die Zurückgebliebenen durch aktive Hilfe vor Ort zu unterstützen.

So leistet die Kolpinggemeinschaft Nothilfe seit dem ersten Tag. Kolping Ukraine kümmert sich vor Ort um die Leidtragenden und um die vielen Menschen – vor allem Frauen und Kinder – die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Sie alle leben in Ungewissheit und Angst. Viele Geflüchtete konnten in einer der KOLPING-Einrichtungen Zuflucht finden, bevor sie versuchen in die Nachbarländer, u.a. auch nach Deutschland zu gelangen.

In der Ukraine wird die Not gerade jetzt im Winter immer größer und keiner weiß, was noch bevorsteht. Gebraucht wird so vieles: Nahrungsmittel, Babynahrung, Medikamente, sauberes Wasser und vieles mehr.

So hatten sich Organisatoren und Mitwirkende des Nieverner Adventssingens entschlossen, den im Rahmen des Konzerts gesammelten Spendenbetrag dem Kolpingwerk International zur Verfügung zu stellen. Jetzt war Gelegenheit, gemeinsam mit Organisator Gerd Gilles (Mitte), exakt 706,00 €uro an den stellvertretenden Vorsitzenden der Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen, Peter Bertram (rechts) zu übergeben, der seine Freude über die finanzielle Unterstützung sowie den Dank an die Spenderinnen und Spender zum Ausdruck brachte.

Wer die Ukraine-Hilfe des Kolpingwerkes unterstützen möchte kann dies gerne über folgendes Spendenkonto tun:

KOLPING INTERNATIONAL Cooperation e.V. bei der Darlehnskasse Münster

IBAN DE74 4006 0265 0001 3135 00
BIC GENODEM1DKM
Stichwort: Ukraine-Hilfe

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweis: Foto Jürgen Jachtenfuchs

Zur  Weihnacht 2022

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

dieser Tage wurde ich an den Ursprung bzw. die Herkunft von zwei der berühmtesten Advents- und Kirchenlieder erinnert: Zum einen „O Heiland reiß die Himmel auf“, geschrieben vor 400 Jahren von dem Priester Friedrich von Spee. 1622 ließ der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Johann Schweikard von Kronberg mehrere Hundert Frauen hinrichten, die er als Hexen verunglimpfte. Friedrich von Spee begleitete viele dieser Frauen zum Scheiterhaufen. Er konnte den Terror nicht stoppen; aber er konnte tun, was ein Einzelner tun kann: ihn anklagen.

Nur ein Jahr später (1623) schrieb der Pfarrer und Kirchenlieddichter Georg Weißel das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Zu dieser Zeit tobte der 30jährige Krieg. Eine Zeit der Hoffnungslosigkeit, des Aberglaubens. Gewalt, Krankheiten, Seuchen, Hunger bestimmten den Alltag der Menschen. Seit der Entstehung des Liedes reiht sich Krieg an Krieg. Immer wieder bestimmen Gewalt und Ungerechtigkeit den Alltag vieler Menschen.

Auch die jetzige Zeit hat etwas Apokalyptisches. Kriege fast überall: Afghanistan, Syrien, Jemen, in vielen afrikanischen Ländern und jetzt auch noch in der Ukraine. Im Iran kämpfen Frauen für ihre Rechte, werden deshalb geschlagen, verhaftet und vergewaltigt. Trotz Nahrungsmittelüberfluss erleben wir seit Jahrzehnten Hungersnöte. Immer wieder brechen Krankheiten und Seuchen aus, auch wenn wir heutzutage Medikamente und Impfungen haben, wie uns Corona vor Augen geführt hat. Wir sind besser gerüstet und müssen doch feststellen, dass wir uns oft hilflos vorkommen.

Der Krieg in der Ukraine – fast vor unserer Haustür – führt uns drastisch vor Augen, wie verwundbar wir sind. Ja sogar die Angst vor einem Atomkrieg geht um. Die Abhängigkeit von russischem Gas bedeutet für uns steigende Energiekosten, überhöhte Preise, weniger Komfort und Wärme. Auch die Sorge um unser Klima treibt uns um.

Dennoch:

Wir leben in unserem Land in einer demokratischen Welt, in der trotz aller Krisen sich Regierung und Parlamente bemühen, Lösungsansätze für die Probleme der Zeit zu finden. Das klappt nicht immer direkt und für jeden gleich. Wir sollten uns aber auch vor Augen führen, dass wir nicht von einem machthungrigen Despoten regiert werden, dem das Schicksal der Menschen, ja sogar denen des eigenen Landes egal zu sein scheint.

Der Philosoph Dr. Hans Steubing fasst das in den Worten zusammen:

Wenn du nie die Gefahr eines Krieges direkt um dich herum erlebt hast, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger … geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen in dieser Welt.

Deshalb ist es wichtig, aus unserem demokratischen Bewusstsein heraus und durch unser Verhalten deutlich zu kommunizieren, dass wir nicht bereit sind, uns von unserem gemeinsamen Weg abbringen zu lassen. Wir müssen zusammen stehen und Krisen bewältigen. Das gilt für Europa, für unser Land, für unser Dorf und unsere Familien. Zeigen wir weiterhin Solidarität unter einander und im Besonderen mit den Menschen in der Ukraine, die mit ihrem unbändigen Willen, großem Mut  um ihre Freiheit kämpfen. Das europäische Parlament hat dieses Volk, das sich unvorstellbaren Zerstörungen der Infrastruktur durch den russischen Aggressor gegenüber sieht, diese Woche mit dem renommierten Sacharowpreis ausgezeichnet. Hunderttausende sind ohne Strom und verharren in Eiseskälte in ihren zum Teil zerbombten Wohnungen. Nach Angaben von Unicef haben fast alle sieben Millionen Kinder in der Ukraine nicht durchgehend Strom, Heizung oder Wasser.

Viele Ukrainer, besonders Mütter mit ihren Kindern, mussten vor den Schrecken des Krieges fliehen, während die Männer und Väter ihr Land als Soldaten verteidigen. Auch in unserer Gemeinde haben einige Flüchtlinge Aufnahme gefunden. Spontan haben sich Bürgerinnen und Bürger, Nachbarn und Freunde gefunden, die sich in einer Privatinitiative dem Schicksal dieser Menschen angenommen und ihnen Hilfestellungen beim Einstieg in ein Leben in einem für sie fremden Land gegeben haben. Die Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen unterstützt diese Initiativen und koordiniert über einen eigenen finanziellen Fonds notwendige Hilfen. Ihr und allen, die sich im Rahmen der „Ukraine-Hilfe“ persönlich auch an anderen Stellen engagieren gilt unser Dank.

Danken möchte ich am Ende eines für viele nicht einfachen Jahres  aber auch all denjenigen, die sich für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde einsetzen und stark machen. Den Vereinen und Organisationen, der Feuerwehr, den Mitgliedern des Gemeinderates, den vielen – oft ungenannten – Helferinnen und Helfern, ohne die der soziale Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft nicht funktionieren würde. Darauf können wir in Nievern sehr stolz sein.

Ihnen allen wünsche ich für die bevorstehenden Weihnachtstage und den Jahreswechsel alles Gute. Nehmen Sie alle etwas mit von dieser Jahreszeit, die seit Jahrhunderten von der Hoffnung und dem christlichen Gedanken geprägt ist, dass sich viele Dinge zum Guten wenden im Geiste der  Weisheit: „Inneren Frieden zu haben ist ein großes Geschenk. Ihn vom alten ins neue Jahr im Herzen zu tragen, ein kleines Wunder“

Herzlichst

Ihr

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister