Nieverner Wonneproppen 2021

„Nieverner Wonneproppen 2021“
Rekordergebnis!

Bereits seit 15 Jahren gewährt die Ortsgemeinde Nievern jedem Elternpaar anlässlich der Geburt eines Kindes eine Zuwendung in Höhe von 100 Euro. Mit dieser will der Rat – auch in finanziell schwierigen Zeiten – einen kleinen Beitrag für den Start ins Leben und ein kinderfreundliches Klima in Staat, Gesellschaft und der Familie leisten. Gleichzeitig will die Gemeinde auch ihre Freude zum Ausdruck bringen, dass die neugeborenen Kinder mit ihren Geschwistern und Eltern in Nievern eine zum Teil auch neue Heimat gefunden haben und sich wohl fühlen.

In diesem Jahr wurde der Begrüßungsakt für die Ortsgemeinde besonders „teuer“. Wurden im Jahr 2021 doch insgesamt 14 Jungen und Mädchen in Nievern neu geboren oder waren in dem Zeitraum zugezogen. Ein seit 2007 nicht erreichtes Ergebnis!

Erstmals seit 2 Jahren konnte die Begrüßung der Neuankömmlinge wieder in einem gemeinsamen Treffen anlässlich des Nieverner Frühlingsfestes auf dem Festplatz an der Lahn gefeiert werden. Bei Kaffee und Kuchen kamen sich die Mütter und Väter beim Erfahrungsaustausch schon etwas näher, während der Nachwuchs, teils mit Unterstützung der Geschwister, die ersten Runden auf dem Kinderkettenkarussell drehte.

Die Begeisterung war bei allen Beteiligten groß, auch endlich wieder einmal in Gemeinschaft etwas feiern zu können.

Von dreizehn der im Jahr 2021 auf die Welt gekommenen „Nieverner Wonneproppen“ habe ich ein Bild erhalten, mit der Erlaubnis der Eltern, es zur Veröffentlichung frei zu geben. Das Lächeln in den Augen der Kinder in der Galerie der Nieverner Wonneproppen 2021 soll auch Hoffnung machen, dass auch sie in eine bessere Welt als der aktuellen hineinwachsen dürfen. Dazu wünsche ich ihnen und ihren Familien im Namen der Ortsgemeinde alles Glück der Erde.

Herzlichst
Ihr

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Ratsmitglied Elke Suderland verabschiedet

Fast 22 Jahre im Rat der Ortsgemeinde

Im Rahmen der letzten Sitzung konnte ich Ratsmitglied Elke Suderland nach über 20 jähriger Zugehörigkeit zum Nieverner Ortsgemeinderat verabschieden. Sie wollte – so ihr Credo – einem jüngeren Nachrücker die Möglichkeit bieten, sich noch während der laufenden Legislaturperiode in die Ratsarbeit einzugewöhnen und Erfahrungen zu sammeln. Sie spricht da aus ihrer eigenen, war sie doch selbst eine „Nachrückerin“ und seit dem 26. Oktober 2000 Mitglied des Gremiums. Seit dieser Zeit war sie auch in verschiedenen Ausschüssen tätig, u.a. im Hauptausschuss, dem sie von 2009 bis 2019 angehörte. Elke Suderland war stets eine sachlich-kritische Begleiterin der vielen Themen, mit denen sich der Ortsgemeinderat zu beschäftigen hat und hatte dabei immer ihr Ohr bei den Belangen der Bürgerinnen und Bürger. Ihre fachliche Kompetenz konnte sie vor allem im Rechnungsprüfungsausschuss unter Beweis stellen, dem sie ebenfalls zehn Jahre als Mitglied bzw. stv. Mitglied angehörte. Mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent sowie unter dem Beifall ihrer – jetzt ehemaligen – Ratskolleginnen und –kollegen galt es Elke Suderland danke zu sagen und ihr für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Als Mitglied des Organisationsteams im Ortsring bleibt sie in anderer und ebenso wichtiger Funktion der Gemeinde erhalten.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Kommunionkinder in Nievern

Neue Broschüre von Foto Jürgen Jachtenfuchs

Am vergangenen Wochenende konnten nicht nur Nieverner Kinder endlich wieder am traditionellen und so genannten „Weißen Sonntag“ acht Tage nach Ostern das Fest der 1. Heiligen Kommunion in der Pfarrkirche St. Katharina feierlich begehen. Ein besonderer Tag für die Kinder und Ihre Familien, der schon seit vielen Jahrzehnten von unserem Heimatfotografen Jürgen Jachtenfuchs im Bild festgehalten wird.

Anlässlich des 40jährigen Bestehens seines Fotoarchivs in diesem Jahr veröffentlicht Jürgen Jachtenfuchs nun eine weitere Zusammenstellung mit Themenfotos aus zur Nieverner Dorfgeschichte. In seiner neuen Broschüre „Kommuniontage in Nievern“ hat er über 40 Jahrgänge von Kommuniongruppenbildern aus den Jahren bis 1999 abgebildet. Neben eigenen Bildern enthält das Werk auch Fotos, die ihm aus den Archiven früherer Hobby-Fotografen wie Rudolf Göbel und Rudi Thorisch zur Verfügung stehen und nun zu einem Sammelwerk vereint werden konnten.

Jürgen Jachtenfuchs will mit den Bildern Erinnerungen vor allem bei den damaligen „Hauptakteuren“, den Kommunionkindern, wecken und damit auch die Veränderungen des einzelnen Menschen dokumentieren. Wie schon mit seinen bisher herausgegebenen Broschüren (Kolpingfastnacht in Nievern, Nieverner Kirmes und 130 Jahre Bahnhof Nievern) will er den Bürgern eine Ergänzung zum 1997 herausgegebenen Heimatbuch „Die Einwohner und Ihr Handeln in der 725jährigen Geschichte“ des Heimat- und Verkehrsvereins anbieten. Im kommenden Jahr plant er die Herausgabe, die dann die Kommuniongruppenbilder über das Jahr 2000 hinaus beinhalten werden. Interessenten können die Broschüre zum Preis von 5,50 € bei Schreibwaren Crezelius in Nievern an der Brücke oder direkt bei Foto Jürgen Jachtenfuchs, Mittelstr. 5, Nievern (Tel. 02603 / 13802) Mail: foto.juergen.jachtenfuchs@t-online.de erwerben. Ein Muster der Broschüre kann man sich im Schaufenster der ehemaligen Metzgerei Gilles (Ecke Haupt-/Brückenstraße) ansehen.

Ich danke unserem Heimatfotografen Jürgen Jachtenfuchs für die Umsetzung seiner Idee, mit der Darstellung der langen Tradition der Kommuniongruppenbilder in kompakter Form erneut ein Stück dörflicher Geschichte für Nievern festzuhalten.

Lutz Zaun
Ortsbürgremeister

Frühlingsfest Ankündigung

„Nieverner Frühlingsfest“….statt Kirmes
Herzliche Einladung

Auch in diesem Jahr war es lange Zeit nicht sicher, ob unsere traditionelle Kirmes 14 Tage nach Ostern zum 3. Mal in Folge ausfallen sollte. Zu groß war in der aufwendigen Vorbereitung für die Verantwortlichen des Ortsrings auch das wirtschaftliche Risiko, vertragliche Verpflichtungen einhalten zu müssen, ohne Veranstaltungen aufgrund der pandemischen Bedingungen durchführen zu können. Im Festzelt mit Maske war (und ist) für die Organisatoren nicht vorstellbar, auch wenn die erst vor Kurzem gelockerten Auflagen die Entbindung von der Maskenpflicht möglich machen. So war das „traditionelle Gefüge“ der Nieverner Kirmes weitgehend durchbrochen und die Organisatoren des Ortsrings haben sich für eine alternative Veranstaltung entschieden.

Es freut mich, dass es dem Ortsring – der Gemeinschaft der Nieverner Ortsvereine – dennoch gelungen ist, mit dem „Nieverner Frühlingsfest“ ein etwas kleineres, aber ebenso attraktives Programm auf die Beine zu stellen.

Neben einem Open-Air-Konzert mit der ultimativen Partyband „Noise“ am Samstag, dem 30. April 2022 und einem musikalischen Frühschoppen mit den Roten Husaren am Sonntag, dem 01. Mai 2022, wird es ein schönes Rahmenprogramm auf dem Festplatz an der Lahn geben. Der Schützenverein „Auf der Eich“ wird bereits am Freitag, dem 29. April 2022 ab 18.00 Uhr auf seiner Schießanlage auch wieder seine Schützenmajestäten ausschießen. Anlässlich der Kirchweih wird am Samstag, dem 30.04.2022 um 18.00 Uhr in unserer Pfarrkirche ein Gottesdienst gefeiert.

Bei Biergartenatmosphäre mit frisch Gezapftem, einem Getränke- und Speisenangebot, Kaffee und Kuchen sowie einem kleinen (aber feinen) Erlebnispark für unsere Kleinen wollen wir auf dem Festplatz an der Lahn endlich wieder einmal in dörflicher Gemeinschaft, unter freiem Himmel und großen Gastroschirmen bei hoffentlich schönem Sonnenwetter feiern.

Am Sonntagnachmittag bietet Moni Walldorf mit einigen Helferinnen wieder einen Kinder-Work-Shop an und um 14.30 Uhr steigen Ballons in den Nieverner Farben Gelb und Blau nicht nur als ein Kinder-Luftballon-Weitflug-Wettbewerb, sondern auch als sichtbares Zeichen für den sehnlichen Wunsch von uns allen nach Frieden in der Ukraine in den Nieverner Himmel auf.

Ich danke dem Ortsring für die Organisation des Nieverner Frühlingsfestes und lade alle herzlich ein, mit uns „Heckeböck“ zu feiern.

Herzlichst
Ihr/Euer

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Die Fähnchen fürs Nieverner Frühlingsfest wehen schon! (Ortsgemeinde)

Jugendsammelwoche vom 25. April bis 4. Mai 2022

Jugendarbeit wird überall in Rheinland-Pfalz durch ehrenamtliche Tätigkeit getragen und geprägt. Auch in unserer Gemeinde auf vielfältigste Weise. Diese Arbeit benötigt aber nicht nur ideelle, sondern insbesondere auch finanzielle Unterstützung. Dafür wurde landesweit eine jährliche Jugendsammelwoche ins Leben gerufen, an der sich regelmäßig auch Jugendgruppen aus unserer Gemeinde beteiligen. Schirmherrin der Jugendsammelwoche ist unsere Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Herausforderungen, die in unserer Gesellschaft aufgrund von Covid 19 entstanden sind, sind enorm und gerade unsere Vereine müssen kreativ werden, um unter besonderen Gegebenheiten dennoch eine aktive Jugendarbeit zu bewahren. Jugendarbeit ist wichtig, doch auch dort – wie in vielen Bereichen – fehlen finanzielle Mittel. Deshalb will die landesweite Aktion die ehrenamtlich Tätigen dabei unterstützen, ihre wertvolle Arbeit auch in schwieriger Zeit fortzuführen

In diesem Jahr wird die Sammlung in unserer Gemeinde von Mitgliedern der Jugendabteilung des SV Hertha Nievern durchgeführt.

Die eine Hälfte des gesammelten Geldes wird an den Landesjugendring überwiesen, der damit landesweit Jugendprojekte unterstützt. Die andere Hälfte darf für die vereinsinterne Jugendarbeit genutzt werden. Die Jugendsammlung ist durch Erlaubnisbescheid der ADD Trier genehmigt.

Ich darf Sie herzlich bitten, die Sammlung der Jugendabteilung des SV Hertha zu unterstützen.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Finanzielle Entwicklung der Ortsgemeinde

Ergebnisse der Sitzung der Haushaltskommission

In seiner letzten Sitzung hatte sich der Ortsgemeinderat Nievern nicht nur mit den Feststellungen des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Jahren 2014 bis 2018 auseinander zu setzen. Hierzu hatte die Verwaltung in Abstimmung mit dem Ortsbürgermeister eine ausführliche Stellungnahme verfasst, die von den Mitgliedern des Rates einstimmig verabschiedet wurde. Ein weiterer Teil der intensiven Beratung war dem Bericht der Haushaltskommission gewidmet, die infolge des Haushaltsgenehmigungsschreibens der Kreisverwaltung gebildet worden war. Mit der Genehmigung des Haushalts 2022 hatte die Kommunalaufsicht des Kreises der Ortsgemeinde Nievern (wie vielen anderen Gemeinden fast deckungsgleich) einen „Forderungs- und Empfehlungskatalog“ auferlegt, mit dem sich die wirtschaftliche Situation Nieverns nach dortiger Auffassung verbessern lasse.

Ziel der Haushaltskommission soll es sein, diesen Vorschlägen Rechnung zu tragen und ggf. eigene Ideen zu erarbeiten.

Haushaltskonsolidierung nur schwer zu erreichen

Schon in der ersten Beratungsrunde wurde schnell deutlich, dass aufgrund der finanziellen Lage vieler rheinland-pfälzischer Gemeinden so auch in Nievern weder ein Haushaltsausgleich noch die von der Kommunalaufsicht geforderte Verbesserung des Haushaltes 2022 um 50.000 € erreicht werden kann. Allein die an Kreis und Verbandsgemeinde abzugebenden Umlagen zehren rd. 81 % der Einnahmen auf. Der Ortsgemeinde verbleiben für das Jahr 2022 noch rd. 188.650 €, von denen die weiteren Pflichtausgaben wie z. B. Personal-, Kita- und Energiekosten oder die laufenden Kosten der Straßenunterhaltung usw. gedeckt werden müssen. So führt u.a. gerade die Erweiterung der Kindertagesstätte dazu, dass das derzeit noch bestehende Guthaben bei der Einheitskasse der Verbandsgemeinde in Höhe von 147.912 € (Stand 31.12.2021) Ende 2022 aufgebraucht sein wird. Dadurch muss die Ortsgemeinde erstmals seit dem Jahr 2000 die Aufnahme eines Investitionskredites in Höhe von voraussichtlich 962.850 € aufnehmen. Ein Umstand, den die Ortsgemeinde nicht selbst zu verschulden hat, der aber in den nächsten Jahren durch die Zins- und Tilgungszahlungen den Haushalt weiter belasten wird.

Viel Einfluss den Haushalt zu verbessern bleibt der Gemeinde nicht. Eine weitere Erhöhung der Hebesätze bei den Realsteuern – die vom Kreis immer wieder gefordert wird – und aus deren Erträgen rd. 80 % über Umlagen wieder abgeschöpft werden, ist auch nach Feststellung der Kommission nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch die Absenkung oder den Verzicht so genannter „freiwilliger Leistungen“, die oftmals für die Unterstützung und den Erhalt der Dorfgemeinschaft von besonderer Bedeutung sind, beeinflusst das „das große Loch in der kommunalen Kasse“ nur marginal.

Einsparpotenziale werden geprüft

Dennoch verweigere sich der Rat der Ortsgemeinde Nievern keinen sinnvollen Einsparungsvorschlägen und will auch hierzu das Heft in der Hand behalten. So nimmt man die Ergebnisse der Sitzung der Haushaltskommission auch zustimmend zur Kenntnis. Der Rat wird sich im weiteren Verlauf des aktuellen Haushaltsjahres sowie den künftigen Haushaltsberatungen mit den von der Kommission erarbeiteten Vorschlägen zur Haushaltskonsolidierung auseinandersetzen.

Neben einem strengen Maßstab an der Ausgabenpolitik, der Ausschöpfung des Konsolidierungspotentials sollen ggf. in Einzelentscheidungen auch Kosteneinsparungen bei den freiwilligen Ausgaben, den Gebührenanpassungen bei öffentlichen Einrichtungen sowie den Mieten und Pachten der Ortsgemeinde erfolgen. Außerdem ist über die Veräußerung des „nicht unbedingt“ benötigten bebauten und unbebauten Grundvermögens zur Minderung des finanziellen Fehlbedarfs bzw. als Kapitalstock für notwendige Maßnahmen nachzudenken.

Die Haushaltskommission wird in Abstimmung mit der Verwaltung hierzu entsprechende Vorschläge erarbeiten. Allerdings wird es – darüber herrschte in Kommission und Rat Einstimmigkeit – ohne eine fundamentale Änderung der Finanzausstattung der Kommunen auch langfristig keine Verbesserung der aktuellen Situation geben. Auch der von vielen so hoffnungsfroh herbeigesehnte Entschuldungsfonds des Landes beeinflusst – wenn überhaupt (und bei welchen Städten/Gemeinden??) – nur die laufende Liquidität und ist keine auf Dauer ausgerichtete Lösung.

Das von der Kommunalaufsicht von den Gemeinden in den Haushaltsgenehmigungsschreiben fast schon gebetsmühlenhaft immer wieder geforderte „Aufgeben von Denkverboten“ muss gerade bei den Stellen ansetzen, die bei der Weitergabe finanzieller Belastungen „nach unten“ oftmals den Blick auf die Machbarkeitsgrenze verlieren.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

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