Interessantes aus der Gemeindestatistik im Jubiläumsjahr

Interessantes aus der Gemeindestatistik im Jubiläumsjahr
Weibliche und männliche „Heckeböck“ (fast) gleichauf

Zum Stichtag 31.12.2025 lebten in Nievern insgesamt 1041 Personen und damit neun Personen weniger als ein Jahr zuvor.

Davon waren 1018 (minus 9) Personen mit alleiniger Hauptwohnung und 23 (+/- 0) mit Nebenwohnung gemeldet. Von den mit Hauptwohnsitz gemeldeten Personen sind 508 (49,9) weiblich und 510 (50,1%) männlich. 72 (plus 3) bzw. 7,1 Prozent haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. 204 (20 %)sind unter 20 Jahre alt.

In diesem Jahr können 15 Kinder der Gemeinde und damit 4 Kinder mehr als im vergangenen Jahr eingeschult werden. Zwei Drittel (10) der kommenden I-Dötzchen sind Mädchen.

427 (minus 17) bzw. 42,2 % der Einwohner sind römisch-katholisch, 220 (minus 6) oder 21,6 % evangelisch. 346 (plus 14) bzw. 34,0 % sind konfessionslos bzw. haben angegeben, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören.

364 (plus 6) und damit 35,7 % der Einwohner sind ledig, 505 (minus 20) oder 49,6 % verheiratet, 72 (plus 6) oder 6,5 % verwitwet und 58 (minus 1) oder 5,7 % geschieden.

Eindeutig eine männliche Dominanz gibt es diesmal bei den im Jubiläumsjahr insgesamt sechs neugeborenen „Heckeböckchen“. Fünf Jungen und ein Mädchen werden wir gemeinsam mit den vielleicht bis dahin zugezogenen und ebenfalls im letzten Jahr geborenen Kindern an Kirmessamstag (18. April 2026) offiziell in unsere Dorfgemeinschaft aufnehmen.

Die Angaben zur Gemeindestatistik entstammen dem zentralen Integrationssystem EWOISneu und basieren auf dem vom Meldeamt der Verbandsgemeinde gepflegten Datenbestand.

Noch ein Hinweis: Den Geburten des letzten Jahres stehen insgesamt 11 Sterbefälle gegenüber. Da Ende 2025 neun Personen weniger in Nievern lebten als ein Jahr zuvor, waren nach dem vorläufigen Ergebnis des sogenannten Wanderungssaldos vier Personen mehr aus Nievern weg- als zugezogen.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Neuwahl einer Ortsbürgermeisterin/eines Ortsbürgermeisters

Neuwahl einer Ortsbürgermeisterin/eines Ortsbürgermeisters
Kreisverwaltung bestätigt Wahltermin am 06. September 2026

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in meinem Grußwort zum Jahresabschluss 2025 sowie im Vorfeld der letzten Ratssitzung hatte ich angekündigt, mein Amt als Ortsbürgermeister zum 1. Mai 2026 in andere Hände übergeben zu wollen. Ich folge damit meiner Aussage im Vorfeld meiner Wahl 2016 (mit damals fast 59), dieses Amt – wenn möglich – gerne für eine Dekade („vor 60 bis vor 70“) ausüben zu dürfen. Diese Idee resultiert auch aus meiner persönlichen Überzeugung, dass man ein politisches Wahlamt in Führungspositionen grundsätzlich nicht länger inne haben sollte, um neuen Ideen, Vorschlägen und Impulsen eine Entwicklungschance zu geben.

Schon damals fand die Wahl des Ortsbürgermeisters zeitgleich mit der Landtagswahl und damit mitten in der kommunalen Legislaturperiode statt. Dies hatte – auch im Nachhinein – den Vorteil, einem bereits gewählten und erfahrenen Gemeinderat vorstehen zu können, der einen neuen Vorsitzenden schon zu Beginn durch manche „Klippen“ führen konnte.

So hatte ich den Mitgliedern des heutigen Gemeinderates, die mein Ansinnen mit Verständnis und Respekt begleiten, vorgeschlagen, auch dieses Mal so zu verfahren und die Wahl der neuen Ortsbürgermeisterin/des neuen Ortsbürgermeisters mit der Landtagswahl am 22. März 2026 durchzuführen und sie/ihn zum 01.05.2026 in das Amt einzuführen

In der Ratssitzung am 16.12.2025 fand hierzu ein sachlich geführter Austausch statt, an dessen Ende sich überwiegend dafür ausgesprochen wurde, die Wahl
gemeinsam mit der Wahl der neuen Verbandsbürgermeisterin, des neuen Verbandsbürgermeisters durchzuführen, die am Sonntag, dem 06.September 2026 stattfinden wird. Der Rat möchte mit dieser zeitlichen Verschiebung die Möglichkeit nutzen, neue Konzepte über eine Aufteilung der Aufgaben zur Entlastung eines
neuen Ortsbürgermeisters/einer neuen Ortsbürgermeisterin zu erstellen. Gleichzeitig wurde der Wunsch an mich herangetragen, diese Überlegungen noch im Verlauf meiner Amtszeit zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund nahm der Rat meinen Vorschlag an, die Übergabe der Amtsgeschäfte vom 01.05.2026 auf den 01.10.2026 zu verschieben.  

Zwischenzeitlich hat die zuständige Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises diesem Vorschlag zugestimmt und den Wahltermin der neuen Ortsbürgermeisterin/des neuen Ortsbürgermeisters von Nievern auf

Sonntag, den 6. September 2026

und damit zeitgleich mit der Wahl der/des VG-Bürgermeisters*in festgelegt.
Im Rahmen der Wahlvorbereitungen wird die Verbandsgemeindeverwaltung rechtzeitig die 1. Bekanntmachung zur Aufforderung der Einreichung von Wahlvorschlägen im Mai erarbeiten und diese Anfang Juni veröffentlichen. Am 20.07.2026, 18 Uhr, läuft die Einreichungsfrist ab. Es folgt dann die Wahlausausschusssitzung und im Anschluss weitere Bekanntmachungen.

Ich habe schon mehrfach betont, dass die Arbeit als Ortsbürgermeister von Nievern – gerade nach einem so tollen Jubiläumsjahr – erfüllend ist und viel Spaß macht. Die Strukturen in unseren Vereinen stimmen und sind Garanten für die Stabilität unserer Dorfgemeinschaft, um die uns viele beneiden. Im Gemeinderat sitzen erfahrene, motivierte und engagierte Persönlichkeiten, die bereit sind, sich für unsere lebens-
und liebenswerte Gemeinde einzusetzen, im Team neue Wege zu gehen und in verschiedenen Bereichen Verantwortung zu übernehmen. Eigentlich ideale Voraussetzungen für den/die neue/n Bürgermeister/in.

Auch ich „laufe ja nicht weg“, stehe – falls gewünscht – jedem/jeder Nachfolger/in beratend zur Seite und lotse in ersten Schritten ggf. in meiner Funktion als Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau durch die „Verwaltungswirren“.

Ich möchte (siehe oben) mit „fast 70“ nur andere Schwerpunkte setzen und danke allen, die meine Entscheidung – vielleicht mit Bedauern – aber mit Verständnis begleiten.

Ihr/euer

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Ratsmitglied Romina Salzmann verabschiedet

Ratsmitglied Romina Salzmann verabschiedet

In der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres wurde Ratsmitglied Romina Salzmann verabschiedet, da sie mit Wirkung vom 01.01.2026 aus Nievern verzogen ist und ihre Tätigkeit im Gemeinderat damit aus gesetzlichen Gründen automatisch endet. Neben ihrer Ratsarbeit war Romina auch ordentliches Mitglied im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Kultur und dadurch u.a. auch in die vorbereitenden und begleitenden Arbeiten während des Jubiläumsjahres der Ortsgemeinde eingebunden. Im Namen der Ortsgemeinde und aller Ratskolleginnen und –kollegen dankte ich ihr für ihr Engagement, überreichte ihr ein Präsent und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Erfolgreiche Sternsinger-Aktion

Erfolgreiche Sternsinger-Aktion

 Vom 02.-04.01.2026 waren insgesamt 16 Kinder und Jugendliche in Einzelgruppen als Sternsinger mit ihren „Kamelen“ (erwachsenen Begleiterinnen) in Nievern, Fachbach und Miellen von Haus zu Haus unterwegs, um den Menschen gute Wünsche und den Segen „CBM – Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) für das neue Jahr zu bringen.

Unter dem diesjährigen Motto der Sternsinger-Aktion „Schule statt Fabrik“ sammelten sie Geld für Kinder (zum Beispiel in Bangladesch), die arbeiten müssen, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Dabei kam die stolze Summe von 3560,–€ zusammen, die helfen soll, Kindern in der so genannten Dritten Welt einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Ein erfahrenes und eingespieltes Team hat die diesjährige Aktion wie immer sehr gut betreut und an allen drei Tagen auch für ein leckeres Mittagessen gesorgt.

Neben den Geldspenden gab es viele Süßigkeiten, mit denen nicht nur die Könige sondern auch die Tafel in Bad Ems unterstützt sowie das Kinderheim in Dausenau mit einer großen Kiste beschenkt wurden.

Ein großes Dankeschön gilt den Spendern, vor allem aber den Sternsingern 2026 sowie dem Versorgungs-Team.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweise: Katharina Haas

2025 – Nicht nur Feiern im Blick

2025 – Nicht nur Feiern im Blick

Auch wenn manche(r) den Eindruck gewinnen konnte, man habe sich in Nievern im vergangenen Jahr fast ausschließlich mit „Jubiläumsfeierlichkeiten“ beschäftigt, darf der Blick auf die in 2025 besonders intensive Arbeit des Gemeinderates nicht außen vor bleiben.

So fanden insgesamt neun Ratssitzungen und damit innerhalb eines Jahres so viele wie selten zuvor statt. Viele interessante und nicht immer leicht zu entscheidende Themen galt es abzuarbeiten. Es zeichnet die Mitglieder des Rates, von denen immerhin 12 (!) dem Gremium erst seit der letzten Kommunalwahl angehören, besonders aus, dass sie mit großer Aufmerksamkeit, Engagement und vor allem vielen Fragen alle Themen verfolgen.

Und von denen gab es reichlich:

Neben der Organisation der 750-Jahr-Feierlichkeiten, der Durchführung der Bundestagswahl war es vor allem der Ausbau der Bahnhofstraße, der viel Beratungszeit in Anspruch nahm. Obwohl eigentlich abgeschlossen beschäftigte sich der Rat häufig mit dem (immer noch nicht beendeten) Glasfaserausbau sowie dem Bau der Druckminderstation in der Bergstraße, deren technische Abwicklung in den „letzten Zügen“ liegt. Aber auch der Bebauungsplan Kreuzheck/Ober Nievern 2 (Sonnenweg) oder der Bebauungsplan „Auf dem Stiel“ (Waldstraße) waren bedarfsgerecht anzupassen. Der neue Flächennutzungsplan sowie eine Bestandsaufnahme zur Kommunalen Wärmeplanung der Verbandsgemeinde waren wichtige Beratungsthemen.

Entwicklungs- und Finanzierungschancen bietet das Regionale Zukunftsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz. Hier mussten möglicher Maßnahmen geplant, vorgestellt und erörtert werden. Schon zu Beginn des neuen Jahres wird deren Umsetzungsphase beginnen.

Zum Teil werden sie in das neue Dorferneuerungskonzept eingebunden, das unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden konnte und nun die Grundlage für die zukünftige Dorfentwicklung bietet.

Ein erstes Kernprojekt der Dorferneuerung soll dabei nach den Vorstellungen des Rates die Sanierung der Sport- und Mehrzweckhalle sowie deren Außenanlage werden. Zur Vorbereitung eines Antrags auf Landeszuweisung soll schon zeitnah ein Planungsauftrag erstellt werden.

Auch der Zustand der Kreisstraße 65 (Früchter Straße) war immer wieder Beratungsgegenstand. In Gesprächen mit der Kreisverwaltung sowie dem Landesbetrieb Mobilität wurden Lösungsansätze diskutiert, die planungstechnisch in 2026 schon verwirklicht werden könnten.

Auf dem Friedhof wurde ein neues Grabfeld für Urnenbestattungen ausgewiesen, die Planung und Umsetzung für das Anlegen eines Baumgrabfeldes ist für dieses Jahr vorgesehen. Überhaupt ist die Gestaltung des Friedhofes – auch im Hinblick auf die Änderungen im Bestattungswesen – ein Bestandteil des Dorferneuerungskonzepts.

 In der letzten Ratssitzung des alten Jahres wurde die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan der Ortsgemeinde Nievern für das Haushaltsjahr 2026 beschlossen, der trotz aller Widrigkeiten der finanziellen Ausstattung der Kommunen erneut ausgeglichen ist und jetzt der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vorliegt.

Er bietet für unsere Ortsgemeinde auch in diesem Jahr Entwicklungschancen, mit denen sich die Mitglieder des Gemeinderates intensiv auseinandersetzen werden. Vielleicht wäre es ja eine Idee für den/die ein/e oder anderen Mitbürger/in mehr, deren Arbeit z.B. durch den Besuch einer Gemeinderatssitzung in diesem Jahr zu unterstützen.

Allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wünsche ich auf diesem Weg noch alles Gute für 2026.

Herzlichst

Ihr(euer)

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister