Weiterer Teil der Trinkwassertransportleitung Nievern-Frücht in Betrieb
Abnahme der Druckminderstation (DMS) in der Bergstraße

In der vergangenen Woche konnte die endgültige Abnahme der neuen Druckminderstation am Ende der Nieverner Bergstraße erfolgen, die ein wichtiger Teil beim Bau der neuen Trinkwasserverbindung in den so genannten „Hochzonen“ des Versorgungsbereichs Nievern-Frücht-Becheln bedeutet. Gleichzeitig ist sie ein Ersatz für den Hochbehälter Nievern oberhalb des Sportplatzes, welcher zur Sanierung angestanden hätte. Der Hochbehälter hatte nach dem bereits seit längerem erfolgten Anschluss der OG Miellen an die Tiefzone in Fachbach lediglich der Versorgung der Hochzone Nievern (Bergstraße, Hochstraße, Teile der Früchter Straße) gedient. Die wird jetzt über die Druckminderstation sicher gestellt.
Ausgelegt ist die Druckminderstation für einen Eingangsdruck von ca. 18 bar und einen Ausgangsdruck von 4,5 - 5,0 bar, für die Schiene der jetzigen Hochzone. Der maximale Durchfluss ist auf 48 m³/h begrenzt.
In der neuen Druckminderstation wurde bereits optional Platz für eine weitere Druckminderschiene vorgesehen, um ein weiterhin mögliches Neubaugebiet über der Bergstraße versorgen zu können.
Die jetzige Hochzone wurde verkleinert, um die zu pumpenden Mengen auf ein Minimum zu reduzieren ohne negativen Einfluss auf die Versorgungssicherheit der betroffenen Haushalte zu haben.
Zur Hochzone gehören die Bergstraße und die Früchter Straße oberhalb der Hochstraße bis zum Endhydranten, von dem ein Abzweig der Versorgung des Schützenhauses dient.
Als letzter Teil der Maßnahme "Transportleitung Nievern nach Frücht" wird auf der Kläranlage im Ortsteil Maaracker ein Pumpwerk errichtet, welches dann geregelt Trinkwasser von Fachbach nach Bad Ems, sowie Trinkwasser nach Frücht pumpen kann. Zur Zeit besteht ein provisorisches Pumpwerk auf dem Bauhof in Nievern um Trinkwasser nach Frücht fördern zu können.

Gemeinsam mit (von rechts) dem für die Ausführung der Planung zuständigen Bauingenieur Schoch vom Büro Björnsen und Partner, Wassermeister Volker Baum und dem technischen Werkleiter Lukas Schneider von den Verbandsgemeindewerken konnte ich mich jetzt davon überzeugen, dass die Station sich nicht nur in ihrer Funktionalität sondern auch in der äußeren Gestaltung gelungen darstellt. Dies umso mehr, war doch sowohl die Frage nach dem geeigneten Standort als auch die Größe des Gesamtobjekts und der für die Herstellung nicht unerhebliche Aufwand immer wieder Thema im (alten) Gemeinderat. Dass sich letztlich diese als eine von insgesamt vier vorab geprüften möglichen Varianten durchsetzte, hat sich – so Herr Schoch – als sinnvollste Lösung erwiesen.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Wasserversorgungsleitung (TWVL) wird die Entnahme aus den Quellen des Schweizertales, mit denen der Hochbehälter oberhalb des Nieverner Sportplatzes gespeist wurde, und damit auch dessen Funktion in Kürze eingestellt.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweise: VG-Werke (1), Ortsgemeinde Nievern (Lutz Zaun)