Haushalt 2026

Haushalt 2026

Ausgewogene gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Kommunalaufsicht erteilt Genehmigung

Etwas mehr als 1,5 Millionen € Gesamtvolumen hat der neue und seit letzter Woche von der Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises auch genehmigte Haushalt der Ortsgemeinde Nievern für das gerade angelaufene Jahr 2026. Im Wesentlichen finanziert aus Steuereinahmen (Gemeindeanteilen an der Einkommens- und der Umsatzsteuer, der Grundsteuer A und B, der Hundesteuer sowie der Gewerbesteuer) fließen weit mehr als 80 Prozent dieser Einnahmen als zum größten Teil umlagebezogene Ausgaben an Verbandsgemeinde, Kreis und Bund wieder zurück, um wiederum deren zentralen Aufgaben zu finanzieren. Die meisten oder besser gesagt fast alle der über 2300 Kommunen in Rheinland-Pfalz sind auf zusätzliche Einnahmen angewiesen, die sich aber fast ausschließlich aus (Schlüssel-) Zuweisungen oder finanziellen Hilfen aus Sonderprogrammen des Landes rekrutieren. Die wiederum sind – in der Regel – und je nach Ausstattung der Gemeinde an Bedingungen geknüpft. So erhält z.B. Nievern, da es der Ortsgemeinde finanziell „noch ganz gut geht“, in diesem Jahr keine Schlüsselzuweisung A, da wir um 50,24 € über der gerne auch als „Armutsgrenze“ vorgegebenen Steuerkraftmesszahl liegen.

So finanzieren wir unseren Haushalt dank größerer Einnahmen aus der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer aus eigener Kraft und versuchen gleichzeitig durch ein ausgewogenes gesamtwirtschaftliches Verhalten Einnahmen und Ausgaben in einer (v)erträglichen Waage zu halten. Das ist nicht immer einfach, da gerade die Ausgaben meist mit Pflichtaufgaben verbunden sind, denen die Gemeinde sich nicht entziehen kann und die sich oft auch aus gesetzlichen Vorgaben ergeben. Im Haushalt zusammengefasst sind diese Aufgaben unter „Sach- und Dienstleistungen“, die mit einem Betrag von immerhin 326.350,00 € zu Buche schlagen. Hier fallen neben laufenden Personal- und Sachkosten z.B. auch ein neuer Blitzschutz für oder der Einbau eines behindertengerechten Türportals in der Sporthalle bzw. weitere neue Brandschutztüren in der Alten Schule an, die im Zusammenhang mit gesetzlichen Auflagen stehen. Aber auch die Umrüstung der kompletten Straßenbeleuchtung ist vorgesehen, die über das Regionale Zukunftsprogramm des Landes mit gefördert wird.

Nach dem erfolgreichen Ausbau der Bahnhofstraße im letzten Jahr wollen wir in diesem Jahr mit Planungen für die Schul-, Neu- und Kirchstraße beginnen, die aber sicher nicht vor 2027 und den Folgejahren umgesetzt werden können. Daneben steigen wir – wie bereits berichtet – in die Planung zur Sanierung der Sporthalle ein, deren Bau vor 50 Jahren begonnen wurde. In den Außenbereich werden auch Ideen aus dem neuen Dorferneuerungskonzept einfließen.

Überhaupt sind die Unterhaltung der im Eigentum der Ortsgemeinde stehenden Liegenschaften, unsere Gemeindestraßen, der Friedhof u.a.m. die Dinge, die als so genannte Pflichtaufgaben den Spielraum für finanzielle Aktionen vorgeben. Freuen wir uns darüber, dass wir uns mit Maß und Ziel sowie einigem Spendenaufkommen, vor allem aber mit dem großen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger einige „freiwillige Aufgaben“ zugunsten unserer Dorfgemeinschaft leisten können.

Der Haushalt 2026 deckt zu allem die Rahmenbedingungen ab. Dabei ist besonders erfreulich, dass sich der positive Trend bei der Entwicklung des Eigenkapitals der Ortsgemeinde Nievern nach der derzeitigen Prognose auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Liquiditätslage der Ortsgemeinde Nievern aus: Während im Jahr 2023 erstmals Verbindlichkeiten gegenüber der Einheitskasse bestanden, konnten diese im Laufe des Jahres 2024 vollständig aus eigener Kraft abgebaut und in ein wachsendes Guthaben überführt werden. Zwar konnte im Ergebnishaushalt der Haushaltsausgleich nur durch die Bildung eines Sonderpostens im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleiches sichergestellt werden. Und auch im Finanzhaushalt wird eine Finanzierungslücke von rd. 34.000 € erwartet, die aber durch die Inanspruchnahme des vorhandenen Guthabens bei der Einheitskasse gedeckt werden soll. Ab dem Jahr 2027 zeichnet sich jedoch nach aktueller Einschätzung eine weitere Stabilisierung der Haushaltslage ab. Die Einnahmeseite wird voraussichtlich durch ein erneut wachsendes Guthaben bei der Einheitskasse sowie einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt gestärkt. Mittelfristig ist daher von einer kontinuierlichen Verbesserung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Ortsgemeinde auszugehen, sofern sich die positive Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen fortsetzt und keine wesentlichen externen Belastungen eintreten.

Alles in allem: Gute Aussichten für Nievern – auch in finanzieller Art!

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Schließung der Sporthalle

Schließung der Sporthalle

Wegen der Auf- und Abbauarbeiten sowie der Durchführung der beiden Karnevalsveranstaltungen der Kolpingfamilie Nievern-Fachbach-Miellen steht die Sporthalle

von Mittwoch, dem 4. Februar 2026 (ab 18.00 Uhr)bis

einschließlich Montag, den 9.Februar 2026 (18.00 Uhr)

für den Sportbetrieb nicht zur Verfügung. 

Ich bitte die betroffenen Vereine, ihre Übungsleiter entsprechend zu informieren.

Vielen Dank für das Verständnis.

 

Lutz Zaun

Ortsbürgermeister

Kinderkleidung u. Spielzeug Basar Feb 26

🧸 Kinderbasar in Nievern am 28.02.

am Samstag, den 28. Februar 2026, findet wieder der Kinderkleidung & Spielzeug Basar in der Sporthalle Nievern statt! 🎉

📍 Wo: Sporthalle Nievern (Schulstr. 13)
⏰ Wann: 10:30 – 12:00 Uhr
🤰 Schwangere: Einlass schon ab 10:00 Uhr (+1 Begleitperson)

Es gibt auch wieder ein großes Kuchenbuffet 🍰☕. Der Erlös kommt einem Projekt in der Ortsgemeinde zugute.
Wer noch verkaufen möchte:
• Tischgebühr: 7€
• Kleiderstange: 3€
📧 Anmeldung ab sofort: kinderbasar.nievern@web.de
Kommt gerne vorbei! 👋

Historische Momente – Vortrag des VGDL im Nievener Bürgerhaus

Historische Momente – spannend erzählt

Vortrag des VGDL im Nievener Bürgerhaus

Bei der Beantwortung der Frage, ob Nieverns „berühmtester Sohn“ Marcellus ein gewiefter Betrüger oder nur ein schlauer Fuchs seiner Zeit war, konnte man am Ende des spannenden Vortrags von Hans Jürgen Sarholz sicher zwei geteilter Meinung sein. Auf alle Fälle vermochte der um 1400 geborene Marcellus von Nievern von Belgien über die Schweiz, Frankreich und Italien bis nach Norwegen Strippen über tausende von Kilometern zu ziehen, häufig selbst meist zu Fuß oder per Schiff vor Ort zu sein, im Gefängnis zu landen, Erzbischof von Trondheim zu werden und zum Schluss in den Fluten der Nordsee zu ertrinken. Das hat nach ihm kein Nieverner mehr geschafft!

Da ging es bei der Darstellung der Geschichte der Nieverner Hütte doch etwas ruhiger zu, die 1672 als „Mariotsche Companie“ bezeichnete Eisenhütte entstand und spätestens nach der Erfindung von Steinkohlenkoks und der Entwicklung einer neuen Hochofentechnik Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer der größten und besten Gießereien im hessen-nassauischen Raum heranwuchs. Als 1909 Nievern und damit auch die Nieverner Hütte von einem ungewöhnlich starken Hochwasser heimgesucht wurde, musste der Betrieb eine Zeitlang ruhen. Auch die Auswirkungen des 1. Weltkrieges taten ein Übriges, von denen man sich aber durch den großen Nachholbedarf an Handels- und Haushaltsware bis Mitte der 1920er Jahre erholte und bis zu 200 Mitarbeiter*innen beschäftigte. Erst die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise 1929 und dem damit verbundenen Zusammenbruch wichtiger Handelspartner, die plötzlich ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten, brachte 1932 das Aus für die Nieverner Hütte. Der Vorsitzende des VGDL, Ulrich Brand, schilderte in seinem Vortrag nicht nur die historischen Zusammenhänge, sondern ging auch auf die Produktionsabläufe, die hergestellten Waren und die Bedeutung des heutigen Industriedenkmals ein, von dem es bisher nur einige wenige bedeutende zeitgeschichtliche Bildnachweise gab. Deshalb bezeichnet es der VGDL als einen Glücksfall für die Denkmalpflege an der Lahn als ihm auf Vermittlung der Ortsgemeinde Nievern im vergangenen Jahr der Erwerb eines besonderen Gemäldes aus der in der Rheinromantik führenden Koblenzer Malerwerkstatt Diezler gelang, das die Nieverner Hütte vor dem großen Umbau und der Modernisierung im 19. Jahrhundert zeigt. Das Gemälde hatte man zur Veranstaltung mitgebracht. Es wird später nach dem endgültigen Ausbau des Bergbaumuseums Bad Ems dort Teil einer festen Ausstellung zur Nieverner Hütte werden.

Nach einer kurzen Pause mit Jubiläumswein und Heckeböck entführte dann wieder Hans Jürgen Sarholz das interessierte Publikum in die „Nieverner Welt anno 1850“, in der die Lahn auch das berufliche Leben der Menschen prägte. So war es nicht verwunderlich, dass sich unter den Zuhörern einige Nachfahren von Schiffer-Familien der damaligen Zeit wie „Bertram“ oder „Bernd“ fanden, die zum Teil selbst ihr Arbeitsleben auf oder an dem Fluss ihrer Heimat verbracht haben. Schließlich endete der Blick in die Vergangenheit mit der Betrachtung des kargen Lebens einer „Müllersfamilie im Schweizertal um 1844“, die dem heutigen Wanderer durch das idyllische Tal zwischen Miellen und Frücht beim Lesen der dort zur Geschichte der ehemaligen Mühlen aufgestellten Hinweisschilder nicht direkt in den Sinn kommen.

Die Stille im mit rund 70 Personen gut besetzten Saal des Bürgerhauses voller aufmerksamer Zuhörer machte deutlich, dass auch dieser Vortragsnachmittag des VGDL Bad Ems ein wichtiger Beitrag im abwechslungsreichen Programm zum 750jährigen Jubiläum unserer Gemeinde darstellt. Lang anhaltender Applaus und ein kleines Präsent waren Ausdruck des Dankes an Hans Jürgen Sarholz und Ulrich Brand.

Lutz Zaun
Ortsbürgermeister

Bildnachweise: Foto Jürgen Jachtenfuchs, Doris Zaun

Termine im Monat Dezember 2025

Di., 02.12.2025

Heckebock-Frühstücks-Treff, Bürgerhaus

Fr., 05.12.2025

Nikolausfeier, Pfarrkirche Nievern

Sa., 06.12.2025

Kolpinggedenktag, Kolpingfamilie, Pfarrheim

Mi., 10.12.2025

Senioren-Adventsfeier im Pfarrheim

So., 21.12.2025

Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Katharina

Mi.,31.12.2025

750 Jahre Nievern – Abschluss „Silvester-Bottle-Party“, Schulhof, Ortsgemeinde