Festliche Klänge und besinnliche Gedanken beim Nieverner Adventskonzert

Vielseitiges Programm, eindrucksvolle musikalische Beiträge und ein begeistertes Publikum in St. Katharina.

Die Kirche St. Katharina in Nievern war am Abend des 4. Adventssonntages 2025 bis auf den letzten Platz gefüllt, als das traditionelle Nieverner Adventskonzert zahlreiche Besucherinnen und Besucher in weihnachtlicher Erwartung zusammenführte. Die große Resonanz unterstrich einmal mehr den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung im kulturellen und kirchlichen Leben der Gemeinde.

Mit einem festlichen Weihnachtsmedley, eindrucksvoll interpretiert von Ursula Herrmann an der Orgel und Klemens Herrmann an der Trompete, begann ein Konzertabend, der musikalische Vielfalt und besinnliche Momente harmonisch miteinander verband.

Nach der herzlichen Begrüßung durch den Organisator Dieter Grein entfaltete sich ein sorgfältig zusammengestelltes Programm, das Chöre und Ensembles aus der Region eindrucksvoll präsentierte.
Der Kolping-Singkreis unter der Leitung von Ursula Herrmann eröffnete den Reigen der Chordarbietungen mit traditionellen Weihnachtsliedern wie „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und „Zu Weihnachten klingen die Glocken so klar“.

Zwischen den musikalischen Beiträgen trugen Mitglieder der Kolpingfamilie kurze
Weihnachtsgedanken vor, die dem Abend eine besondere Tiefe und nachdenkliche Momente verliehen.

Mit „Eta notsch swjataja“ und „O du stille Zeit“ setzte das Ensemble Septime, geleitet und gefühlvoll dirigiert von Wassily Kotykov, bewusst leise und zurückhaltende Akzente. Die ausgewogene Stimmführung und das melodische Klangbild luden zum Innehalten ein und berührten die Zuhörer.

Der Kirchenchor Cäcilia unter der Leitung von Irina Kotykova präsentierte anschließend „Dona nobis pacem“ und „Christmas Lullaby“. Beide Stücke wurden konzentriert und klanglich ausgewogen vorgetragen und fanden großen Zuspruch beim Publikum.

Einen besonderen Akzent setzte das achtköpfige Bläserensemble der Lahnsin(n)fonie Nassau, unter der Führung von Michael vom Dorp, das in diesem Jahr erstmals am Nieverner Adventskonzert teilnahm. Mit „Herbei, o ihr Gläubigen“ und „O du fröhliche“ bereicherten die Bläser das Programm mit klaren, kraftvollen und festlichen Klangfarben.

Ebenfalls zum ersten Mal war der St.-Martins-Chor Bad Ems unter der Leitung von Jan Martin Chrost zu Gast. Mit „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehn“ und „Der Stern zu Bethlehem“ fügte sich der Chor mit seiner Mischung aus jungen und erfahrenen Stimmen eindrucksvoll in das Programm ein und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.  

Mit eindrucksvollen Klangfarben präsentierte sich Musica Miellahno unter der Leitung von
Wassily Kotykov. Die beiden Werke „Weihnachtslied der Glocken“ und „Tauet, Himmel, den Gerechten“, das von zwei Klarinetten und Jan Martin Chrost am Piano begleitet wurde, wurden präzise und mit spürbarer Freude vorgetragen.

Zum Abschluss des Chorprogramms vereinten sich der Kirchenchor Nievern, Musica Miellahno und der St.-Martins-Chor Bad Ems zu einem gemeinsamen musikalischen Weihnachtsgruß mit „Wir wünschen Euch frohe Weihnacht“ – ein klanglich kraftvolles und zugleich schönes Zeichen gelebter (Chor)-Gemeinschaft.

In seiner Ansprache würdigte Ortsbürgermeister Lutz Zaun das große ehrenamtliche
Engagement aller Mitwirkenden und hob die verbindende Kraft der Musik hervor.
Es folgte der Dank an alle Beteiligten, die diesen besonderen Abend möglich gemacht hatten.

Den feierlichen Schlusspunkt bildete das gemeinsame Singen von „Macht hoch die Tür“, bei dem sich alle Aktiven und Besucher vereinten. Begleitet von Orgel, Trompete und dem
Bläserensemble der Lahnsin(n)fonie Nassau entstand ein eindrucksvoller, gemeinschaftlicher Abschluss, der lange nachklang.

Die Besucherinnen und Besucher wurden um eine Spende zugunsten eines Inklusionsprojektes der Stiftung Scheuern gebeten und unterstützten dieses Anliegen großzügig. Rund 2000 € landeten in den Sammelkörbchen.

Im Anschluss lud der Turnverein Nievern dazu ein, den Abend bei Glühwein und Leckereien vor der Bäckerei Walldorf in geselliger Runde ausklingen zu lassen, was von den Besuchern gerne angenommen wurde.
Das Nieverner Adventskonzert 2025 erwies sich einmal mehr als ein musikalisch wie
menschlich bewegendes Ereignis, das Besinnung, Gemeinschaft und weihnachtliche Vorfreude in besonderer Atmosphäre miteinander verband.